Bartagame 

TIPPS ZUM KAUF EINER BARTAGAME
 
Bekommen kann man eine Bartagame heutzutage an fast jeder "Ecke", entweder im Zoofach- handel, Ausstellungen, Börsen oder direkt beim Züchter. Adressen findet man in Fachzeitschriften wie der DATZ oder der Reptilia, sowie im Internet.
Das erste Gebot beim Kauf einer Bartagame lautet:
Lass Dir Zeit beim Kauf eines Tieres und informiere Dich vorher gründlich.
 
Hat man sich nun dazu entschieden eine Echse (in unserem Falle eine Bartagame) zu halten bzw. zu kaufen, erkundigen wir uns bevor wir losfahren genaustens über unseren zukünftigen Schützling. Wir tanken ja auch nicht einfach und fragen dann mit welcher Sorte Sprit den unser Auto eigentlich fährt.
Um nun uns und dem Tier eine Menge Stress zu ersparen, nutzen wir erst einmal alle Möglichkeiten voll aus, wo wir Informationen über das Tier und dessen Haltungsbedingungen herbekommen können.

Hier jetzt erst einmal einige Tipps zur Informationssuche:

  - Internet ( auf Webseiten, Links, per E-Mail usw. )
- Literatur ( Bücher, Zeitschriften usw. )
- Terraristikläden
- direkt beim Züchter
Hat man sich nun ausgiebig und aufmerksam über das Tier und seine Haltungsbedingungen erkundigt, kommen jetzt noch weitere Faktoren hinzu, die nicht ganz unrelevant sind.

Hier jetzt mal einige Fragen, die man sich ganz genau durch den Kopf gehen lassen sollte:

  - Was sagt mein Vermieter zur Haltung von Reptilien?
- Hat ein Terrarium mit der Mindestgröße platz in der Wohnung?
- Was kostet mich solch ein Terrarium mit der dazugehörigen Technik?
- Welche Technik benötige ich?
- Welche Kosten entstehen durch Strom und Futter?
- Wo bekomme ich Futter?
- Was kostet mich ein Tier in der Anschaffung?
- Wer kann sich um das Tier kümmern, falls ich in den Urlaub fahre?
- Wo befindet sich der nächste Tierarzt, der sich auch mit Reptilien auskennt?
Hat man nun auf jede dieser Fragen eine Antwort und ist man auch von dieser Antwort vollstens überzeugt, kann man sich jetzt ernsthaft Gedanken machen wo man ein Tier her bekommen kann. Bevor wir jetzt aber losziehen und uns ein Tier kaufen, bereiten wir sein neues Zuhause erst einmal vor.

Dazu sind folgende Punkte zu beachten:

  - ein geeigneter Standort für das Terrarium gefunden
- komplette Elektrik für Licht und Wärme gekauft
- Terrarium eingerichtet
- Temperaturen, Beleuchtungsdauer und Luftfeuchtigkeit eingestellt
- Probelauf über mehrere Tage durchgeführt, um zu sehen ob alles Funktioniert
- Futtertiere für die ersten Tage gekauft ( was man auch zusammen mit dem Tier erst kaufen kann )
Hat man nun alle Vorbereitungen getroffen, kann der eigentliche Kauf unseres Schützlings in Angriff genommen werden. Wie schon erwähnt, haben wir mehrere Möglichkeiten, um unser Tier zu erwerben.
Haben wir uns nun für eine der Möglichkeiten entschieden, kommen auch schon wieder die nächsten Punkte auf uns zu, die wir unbedingt beachten sollten.

Und diese Auswahlkriterien wären:

1.
Die Augen
Sie sollten gesund glänzen und aufmerksam ihre Umwelt beobachten. Weiterhin sollten sie nicht tränen und nicht tief in den Augenhöhlen liegen.
2.
Das Maul
Es sollte geschlossen sein und Ober- und Unterkiefer sollten exakt aufeinander passen. Weiterhin sollte der Kehlsack nicht geschwollen sein.
3.
Der Rumpf
Die Knochen (z.B. Rippen, Rückenwirbel oder Beckenknochen) dürfen sich nicht bzw. nur mäßig durch die Haut abzeichnen und der Bauch darf nicht geschwollen oder aufgebläht sein.
4.
Der Schwanz und die Beine
Die Oberschenkel und die Schwanzwurzel sollten muskulös sein aber auch nicht zu fett. Keine der Gliedmaßen dürfen Muskelzittern zeigen.
5.
Die Haut
Sie darf keine offenen Verletzungen oder Geschwüre, sowie keine Spuren eines Milben-, Zecken- oder sonstigen Parasitenbefalls zeigen.
Wenn man sich die oben genannten Punkte zu Herzen nimmt, kann beim Kauf eines Tieres eigentlich nicht mehr viel schief gehen.
Trotzdem gilt immer:
Je mehr Informationen man vor dem Kauf eines Tieres über das selbige, ihr natürliches Biotop und Verhalten weiß, desto sicherer ist man letztendlich beim Aussuchen und bei der eigentlichen Pflege bzw. der Haltung der Tiere.

 

 
DAS TERRARIUM
 

Eine der häufigsten Fragen, die man als Bartagamenbesitzer gestellt bekommt lautet:

Wie gross muß ein Terrarium für die Tiere sein ???
Diese Frage lässt sich nicht einfach mit einem Satz beanworten. Es kommt nämlich darauf an wieviele Tiere man halten will und was noch wichtiger ist, wie groß sind sie !?

 

Für 2-3 Jungtiere eignet sich ein Becken von 100cm Länge, wobei man bedenken muß, daß mit zunehmendem Alter und Größe der Tiere auch das Terrarium größer werden muß (ca. nach 1 Jahr). Für ein ausgewachsenes Pärchen Bartagamen hingegen sollte man die Größe von 120x60x60cm (LxBxH) nicht unterschreiten, besser ist es jedoch ein Terrarium ab einer Größe von 150x70x60cm zu wählen. Ein altes Aquarium eignet sich nicht wirklich für die Haltung von Bartis, da wir keinen optimalen Luftaustausch bieten können.

 

Bodengrund

Als Bodengrund eignen sich Sand, Kies und auch Holzraspel, wobei ich den Sand vorziehe da er leichter zu handhaben bzw. auszuwechseln ist und die Tiere auch buddeln können. Im Grunde kann man bei der Auswahl des Sandes keine fehler machen, wenn man ein paar Dinge in Betracht zieht.
Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Sand. Es gibt veschiedene Arten der Körnung ( größe der Sandkörner) sowie verschiedene Schärfen (gebrochene Sandkörner, entsprechend Scharfkantig z.B. Bausand). Meiner Meinung nach eignet sich am besten die folgenden Sand- und Kiesarten, da sich nur Sand und Kies aus geschliffenen Körnern eignet.

- Kinderspielsand

- Terrariensand ( ist in verschiedenen Farben erhältlich )

- Aquarienkies ( sehr Fein oder sehr Grob )

Ausstattung des Terrariums

 

Äste

Um den Tieren eine Möglichkeit zum Klettern, Ausruhen oder auch Sonnen geben zu können, kann man stabile Äste, ins Terrarium bauen. Man muß dabei nur beachten, dass sie entweder an der Rückwand oder auf eine Holzplatte befestigt und die dann auf den Boden des Terrariums legt und mit Bodensubstrat bedeckt. Durch einbringen der Äste in das Terrarium entstehen Ruheplätze, die man so anbringen sollte, dass die Tiere sich auch näher von den Lampen wärmen können.

 

Verstecke

Zu den Verstecken lässt sich eigentlich nicht viel sagen, ausser das man sie so einbauen sollte, dass man jederzeit an die Tiere ran kommt und das sie dem grössten Tier entsprechend angepasst sind, da sich manche Tiere in der Nacht zum schlafen in solche Verstecke zurück ziehen. Als Materiel lassen sich Steine, Holzrinde, Korkrinde usw. sehr gut verwenden.

 

 

Rück- und Seitenwände

Rück- und Seitenwände sind nicht dringend erforderlich, bringen aber eine sinnvolle Ergänzung, da man an ihnen wie schon erwähnt Äste befestigen kann und ausserdem bringen sie weitere Möglichkeiten für Sonnenplätze.
Die einfachste Möglichkeit sind Korkplatten, die man einfach mit Aquariensilikon an die Scheiben kleben kann. Der Nachteil bei dieser Lösung besteht darin, dass die Tiere diese auch nutzen zum klettern und dadurch Teile rausbrechen können und die Optik darunter leidet.
Die etwas elegantere aber auch aufwendigere Lösung ist es, aus Styroporplatten, Baukleber und Putz eine Rückwand zu modelieren. Der grosse Vorteil bei dieser Lösung besteht darin, dass man seinem Erfindungs-reichtum freien lauf lassen kann und Farbe, Form und Sonnenplätze nach eigenem ermessen einbringen kann.

 

 

Inneneinrichtung

Als ergänzendes zu den schon oben erwähnten Einrichtungsutensilien kann man jegliche Art von Steinen, Schieferplatten, verschiedene Kakteen- und Pflanzenarten oder auch Kunstpflanzen verwenden. Hierbei gibt es keine Grenzen, wenn es um Kreativität und Erfindungsreichtum geht.

 

 

 

Elektrik und UV-Bestrahlung

Unter Elektrik versteht man im grossen und ganzen eigentlich die Beleuchtung und die evtl. Beheizung, die aber nur benötigt wird, wenn es mit Strahlern nicht möglich ist, genügend Wärme ins Terrarium zu bringen.
Für die Beleuchtung verwendet man am besten Spotstrahler um einerseits die Wärme ins Terrarium zu bekommen und andererseits den Tieren Sonnenplätze bieten zun können. Für die evtl. benötigte Heizung, kann man Heizkabel nehmen die einfach in den Sand eingegraben werden und den Sand erwärmen. Es gibt aber auch künstliche Felsen die auf dem gleichen Prinzip basieren wie die Heizkabel. Ich persönlich benutze solche Heizungen nicht, da meine Spotstrahler genügend Wärme ins Terrarium bringen und an den Sonnenplätzen gleichzeitig auch den Untergrund d.h. den Sand oder die Steine erwärmen, um so verschiedene Temperaturen ins Terrarium bringen.

 

UV-Beleuchtung

Zusätzlich zu den eben erwähnten Spotstrahlern wird nun noch eine UV-Beleuchtung unbedingt notwenig, da die Tiere einen hohen Anteil UV-B Strahlen, die sie zur Umsetzung von Vitaminen im Organismus benötigen. UV-Beleuchtung kann man in den verschiedensten Ausführungen bekommen. Am häufigsten verwendet werden UV-Röhren die am besten innerhalb des Terrariums angebracht werden, die aber auch ausserhalb anbringen kann, wenn man im Deckel Ausschnitte hat und die mit Drahtgaze abdeckt, weil man somit die UV-Filterung durch das Glas umgeht. Bei verwendung von UV-Leuchtstoffröhren ist es Wichtig, das sie den Hinweis UV-B5.0 besitzen.
Eine weitere Möglichkeit der UV-Beleuchtung besteht darin das es UV-Lampen gibt, die man wie die Spotstrahler auch, einfach in eine ganz normale Lampenfassung schrauben kann und diese dann im Inneren des Terrariums anbringt.

 Temperaturen

 Die Tagestemperatur sollte bei 28°C - 33°C liegen. Nachts bei 18°C - 23°C.
Ein Temperaturgefälle sollte auch im Terrarium vorhanden sein und von von 22°C bis hin zu ca. 50°C reichen.

Luftfeuchtigkeit sollte am Tag bei 30-40% liegen und in der Nacht zwischen 50-60%. Auch sollte eine Lampe für die UV-Versorgung angebracht werden. Beispiel: Osram Vitalux. Diese darf nur alle 2-3 tage für etwa 30 min. mit einem mindestabstand von 1m zum Tier in Betrieb genommen werden. Auch hier gibt es wieder mehrer Möglichkeiten, aber ich bin sehr zufrieden mit der Vitalux und deshalb hab ich mich für sie entschieden.




Winterruhe:
Kommen wir nun zu einem wichtigen Punkt: der Winterruhe.
Folgendes dazu: Die Tiere müssen nicht zwingend einen Winterschlaf halten, doch erhöht dies ihre Lebensdauer und stärk ihr Immunsystem.
Erwachen die männlichen Bartagamen aus diesem, verspüren sie einen ungeheuren Fortpflanzungstrieb. Möchte man also Nachwuchs haben - einfach Winterruhe einleiten.

Bartagamen bestimmen die Zeit ihrer Winterruhe von selbst. Manche werden im September schon träge andere erst im Dezember. Sollte man bemerken das das Tier träger wird oder weniger frisst, sollte man zunächst die Fütterung einstellen. Eine Kotprobe vor der Winterruhe zum Tierarzt bringen wäre auch noch von Vorteil, weil sollten sich während der Winterruhe Parasiten im Darm befinden und sich diese explosionsartig Vermehren, würde dies zum Tod des Tieres führen!


5 vorbereitende Schritte zur Winterruhe:


 1.  Die Bartagamen möglichst oft warm baden, damit sich diese völlig entleeren können.
Nachtrag: Baden ist nicht zwingend erforderlich. Meist reicht es aus die Fütterung einzustellen. Die Temperatur ist natürlich noch nicht heruntergefahren.
 2.  Das Terrarium sollte gründlich gesäubert werden und von allen Futtertieren befreit werden. Ansonsten könnte es vorkommen, das diese unseren kleinen als Snack betrachten.
 3.  Langsam beginnen die Beleuchtungsdauer zu verringern. Zeitraum zwischen 2-3 Wochen bis das Licht ganz ausgeschaltet ist. Nur ein Spot mit 30° C für 4 bis 6 Stunden um die Mittagszeit zu simmulieren sollte man brennen lassen, falls die kleine/n doch mal aus ihrer Höhle kommen.
 4.  Heizungsdauer (paralell zur Beleuchtung) verringern. Dabei wird genauso verfahren wie bei der Beleuchtung. Hat das Terrarium dann Zimmertemperatur erreicht, sollte man den Tieren ihren Frieden lassen.
 5.  Zur besseren Erholung könnte man das Terrarium auch abdecken. Dabei ist darauf zu achten ausreichend Belüftung vorhanden ist und die Belüftungsgitter nicht abgedeckt werden.


Krankheiten

Hat das Tier nun eine Winterruhe von ca. 4 Wochen gehalten, kann man die Tiere langsam wieder wecken. Heisst: alles wieder rückgängig machen! (1. Heizung - 2. Beleuchtung...)
Auch hier entscheiden die Bartagamen selbst wann sie wieder aktiv werden wollen. Unter Umständen kann dies 4-6 Wochen, aber auch 3-4 Monate dauern.



Wie auch Menschen zeigen Reptilien bei Erkrankungen Verhaltensänderungen auf. Diese sind von Art zu Art aber unterschiedlich.
Fressunlust, Apatie, Aggrassivität oder Teilnahmslosigkeit sind nur einige Beispiele für eine Erkrankung. Ist eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme und/oder Fressunlust zu beobachten, liegt  höchstwahrscheinlich eine parasitäre Darmerkrankung vor.
Ein geöffneter Rachen ist ein Zeichen für eine Erkrankung des Maul-, Lungen o. Rachenbereichs. Ein Befall von Außenparasiten (z.B. Milben) kann sich unter anderem durch schaben an Terrariumeinrichtungsgegenständen oder langes aufhalten in Wasserteilen bemerkbar machen. Werden Gliedmaßen nachgezogen oder nicht benutzt, handelt es sich evtl. um einen Bruch. Ist das Rückgrat eines Tieres verkrümmt oder lassen Kletterfähigkeiten nach (z.B. bei Geckos) ist dies meist ein Zeichen von Rachitis.
Gesunde Reptilien haben eine glänzende, trockene Haut. Erkrankt das Tier, wird die Haut stumpf und die Farben verblassen. Oft treten auch Häutungsschwierigkeiten auf. Die ansonsten klaren Augen werden glanzlos und trüb.

Dennoch sollte man nicht gleich Angst bekommen, wenn sich die Tiere seltsam verhalten. Nur wenn sich dieses Verhalten nach längerem Beobachten der Tiere über einen längeren Zeitraum nicht bessert, sollte man einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen.

Tierarzt

PLZ Ort  Straße  Name  Telefon  Info 
41352 Korschenbroich  Am Hallenbad 37  Achim Breuer  02161-675496   
45326 Essen 12  Stankeitstr. 11  Dr. Hans-J. Apelt  0201-342604   
45661 Recklinghausen  Theodor-Körner-Str. 22  Dr. Rasim  02361-71757   
45888 Gelsenkirchen  Walpurgisstraße 31  Dr. Marek Tarnazewski  0209-83580   
47443 Moers  Jahnstr. 11  Dr. Jörg Scheidung  02841-52852   
47829 Krefeld  Niederstr. 1  Dr. Cornelia Pier  02151-480077-67  Zahnheilkunde für Tiere 



Futter

 

 

Gemüse und Grünzeug

anzubieten als

   

Basilikum

Blätter

Chicorée

komplett

Fenchel

geschnitten

Karotten

grob geraspelt

Keimlinge

z.B.Soja und Weizenkeimlinge

Klee

Blätter und Blüten

Kohl

Kohl sollte nie verfüttert werden

Kürbis

Blüten und Stücke

Lauch

das Grünzeug in Streifen schneiden

Löwenzahn

Blätter und Blüten, bitte nicht die Stängel verfüttern

Paprika

Schoten in dünnen Streifen

Salat

komplett

Sellerie

fein geraspelt

Spitzwegerich

Blätter

Tomaten

in Stücke ohne Stängel

Vogelschmire

komplett

Zucchini

gehackt oder grob gerieben

   

Obst / Früchte

Anbieten als

   

Apfel

in Streifen oder grob gerieben

Aprikosen

Stückchen

Bananen Stückchen
Birnen Stückchen
Brombeeren komplett
Erdbeeren komplett
Heidelbeeren komplett
Kirschen entkernt Hälften
Kiwis ohne Schale Scheibenweise
Melonen Fruchtfleisch Scheibenweise
Mirabellen entsteinte Hälften
Nektarinen Scheibenweise entkernt
Orangen Stückchen
Papaya Stückchen
Pfirsiche ohne Haut scheibenweise
Pflaumen entsteinte Hälften
Renekloden entsteinte Hälften
Weintrauben Hälfte entkernt
Stachelbeeren komplett

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